Shout Box

Shout Box Partner:
Links



Sportwetten

Bonusangebote

Gewinnspiele
100 Euro Wettguthaben bei bet365 zu gewinnen !!!
von Barney123
Heute um 05:26 PM
Gewinne 100 Euro Wettguthaben bei betsson !!
von chemBVB09
Heute um 08:35 AM
Gewinne 100 Euro Wettguthaben bei Tipico !!!
von Siboob
Gestern um 03:58 PM
Neuestes Mitglied
kevin1983, ajax, STAGEMAN, sportsbet, Djeni86
1920 Registrierte Benutzer
Box 2
Mai
Mo Di Mi Do F Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31
Forum Statistik
1920 Mitglieder
36 Foren
7473 Themen
332701 Beiträge

Besucher Rekord: 4476 @ 07/18/11 08:43 PM
Box 4
Heute hat Geburtstag:
Siboob (28)
Box 5
Page 3 of 9 < 1 2 3 4 5 6 7 8 9 >
Optionen
Thema bewerten
#295139 - 04/07/11 03:04 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 ***** [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Bulgarien: Poli Genova - Na Inat - Startplatz 10 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Besonders lang ist die Grand-Prix-Geschichte Bulgariens nicht, besonders erfolgreich auch nicht. Erst seit sechs Jahren nimmt das Land am Musikfestival teil und hat nur einmal die Hürde des Halbfinales geschafft: 2007 überzeugten Elitsa Todorova und Stoyan Yankoulouv in Helsinki mit dem Titel "Water" derart, dass die Televoter sie auf Rang fünf brachten.
Das bulgarische Blatt könnte sich wenden. Mit der wasserstoffblondierten Sängerin Poli Genova hat sich eine routinierte Musikerin qualifiziert, die wirklich heiß auf den Eurovision Song Contest ist. Vier Anläufe hat sie gebraucht, um beim nationalen Vorentscheid zu siegen. Bereits 2005 und 2006 hatte sie es vergeblich als Bandmitglied von Melody probiert, 2009 landete die Künstlerin als zweite hinter dem Operntenor Krassimir Avramov mit "One Lifetime Is Not Enough".

Wiener Produzenten komponieren "Na Inat"
Erst der rockige Song "Na Inat" hat der Sängerin Glück gebracht. "Na Inat" heißt zu deutsch: zum Trotz. Damit ist für sie ein Traum in Erfüllung gegangen. In der bulgarischen Presse hatte sie angekündigt, sie würde "von der großen Bühne träumen" und davon "viele neue Leute und meine Kollegen aus ganz Europa zu treffen". Drei Österreicher haben ihr bei diesem Traum geholfen. Denn "Na Inat" hat Genova mit dem Wiener Produzententeam Borislav Milanov, Sebastian Arman und David Bronner geschrieben, die unter dem Namen Symphonic Entertainment auch etablierte Künstler wie Die Prinzen und Die Erste Allgemeine Verunsicherung produzieren.
Pikanterweise tritt nun ein österreichisch produzierter Titel im zweiten Halbfinale gegen Österreich an. Die Frische des rockigen Songs mit Klavierintro, einer Rückung und einem knalligen Ende ist der kurzhaarigen Poli Genova jedoch auf den Leib geschrieben. Zu Recht vergleichen sie einige Medien mit Pink und Roxette.

Studierte Klarinettistin und Showmasterin
Bereits mit vier Jahren hat die am 10. Februar 1987 in Sofia geborene Künstlerin bei einem nationalen Kinderchor gesungen, trat dem Kinderfernsehchor "Bon-Bon" bei und moderierte später sechs Jahre lang die Fernsehshow, die sich um diesen Chor dreht. Die Karriere hat sie mittels Studium an der Nationalen Musikakademie "Lyubomir Pipkov" als Klarinettistin untermauert. Derzeit studiert sie Filmproduktion und bildet weiter ihre markante Stimme aus.
Genova hat vergangenes Jahr beim bulgarischen Pendant von "Let's Dance" teilgenommen, der Castingshow "Dancing Stars". Für ihr aktuelles Projekt wird der 24-Jährigen allerdings kaum Zeit bleiben: Eigentlich arbeitet die Sängerin mit ihrer langjährigen Produzentin und Gesangslehrerin Rozi Karaslavova an ihrem Debütalbum. Dieses wird sie nun mit viel Eurovisionserfahrung anreichern können. Vielleicht auch mit solcher vom Düsseldorfer Finale. Vorher startet sie aber am 12. Mai im zweiten Halbfinale auf Platz 10.





FAZIT: Von wegen Pink und Roxette ... fällt denen nichts besseres ein, als diese ständigen, müden Vergleiche? Nummer ist okay, aber ich gehe davon aus, dass man auch dieses Jahr im Halbfinale die Koffer packen muss.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295140 - 04/07/11 03:13 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Mazedonien (FYR): Vlatko Ilievski - Rusinka - Startplatz 11 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Die Teilnahme Mazedoniens (FYR) am Eurovision Song Contest liest sich nicht gerade wie eine Erfolgsgeschichte. 1998 debütierte der Balkanstaat beim ESC. Von den insgesamt zehn Final-Teilnahmen gab es keine Platzierung in den Top-Ten. Das bislang beste Ergebnis konnte 2006 Elena Risteka für ihr Land verbuchen. Sie landete in Athen mit "Ninanajna" auf Platz 12.
In Düsseldorf wird nun Vlatko Ilievski mit "Rusinka" antreten. Musikalisch liegt der Song, abgesehen von seinem Elektro-Pop-Intro, irgendwo zwischen Folk-Pop und Rock mit traditionellen Strömungen. Besungen wird die Liaison zwischen einem mazedonischen Jungen und einem russischen Mädchen. Inhaltlich zusammengefasst: Er versteht kein Wort von dem, was sie sagt - egal, die Musik und der Wodka verbinden.

Erfolgreich erst im vierten Anlauf
Vlatko Ilievski wagte in diesem Jahr bereits seinen vierten Versuch in Folge, den nationalen Vorentscheid zu gewinnen. 2008 und 2009 landete er aber eher im Mittelfeld. Im letzten Jahr war er mit seinem Titel "Srekja" zwar punktgleich mit Gjoko Tanevski, da die Jury aber letztlich das Sagen hatte, flog Tanevski nach Oslo und sogleich auch nach dem Halbfinale wieder nach Hause. Diesmal hat Ilievksi es geschafft und nun die Ehre, sein Land in Düsseldorf zu vertreten.

Jon Bon Jovi auf Mazedonisch
1985 in der mazedonischen Hauptstadt Skopje geboren, begann Vlatko Ilievski bereits mit neun Jahren Gitarre und Klavier zu spielen. Später gründete er seine erste Band Made in Macedonia. Nach erfolgreichen Auftritten bei diversen Rock-Festivals, bekam er das Angebot Frontmann der Rockgruppe Moral zu werden. Da war er gerade 15 Jahre alt. Wegen seiner Stimme und seines Aussehens wurde er schnell der mazedonische Jon Bon Jovi genannt. Den größten Erfolg mit Moral feierte er, als die Musiker 2005 das Konzert von Deep Purple in Skopje eröffneten. Sein erstes Soloalbum veröffentlichte Vlatko dann drei Jahre später. Einige Songs seines zweiten Albums - 2010 auf den Markt gekommen - stehen noch immer in den nationalen Charts.
Neben der Musik ist Ilievski aber auch als Schauspieler einer TV-Serie und als Fernsehmoderator sehr gefragt. In seiner Heimat und den umliegenden Staaten hat Vlatko also einen gewissen Star-Status, ob ihn das beim Eurovision Song Contest auf eine gute Platzierung hebt, bleibt abzuwarten. Die erste Hürde dazu muss er am 12. Mai nehmen. Dann präsentiert er sich und seinen Song "Rusinka" im zweiten Halbfinale auf der Startposition 11.






FAZIT: Klingt arg nach Koffer packen.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295141 - 04/07/11 03:23 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Israel: Dana International - Ding Dong - Startplatz 12 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Selten war ein Eurovision Song Contest so politisch geprägt wie 1998 in Birmingham. Grund war die Teilnahme der transsexuellen Sängerin Dana International aus Israel. Schon die Wahl zur ESC-Kandidatin für ihr Land war für ultra-orthodoxe Juden ein Skandal. Doch die brünette Sängerin nahm trotz der Proteste am Contest teil. Mit ihrem Auftritt machte sie ihrem Song alle Ehre: In einem hautengen, grauglitzernden Kleid performte sie ihr Lied "Diva" glamourös. Das Publikum war begeistert und belohnte die Künstlerin mit einem ersten Platz - ein schönes Geschenk zum 50. Geburtstag Israels.
13 Jahre später will es die Sängerin noch einmal wissen. Die 39-Jährige siegte am 8. März 2011 beim Finale des Kdam Eurovision, dem israelischen Vorentscheid, mit "Ding Dong". Damit hat sie ihr Ticket für Düsseldorf gelöst und startet nun am 12. Mai im zweiten Halbfinale auf Platz zwölf.

Dana als Botschafterin eines liberalen Israel
Nicht nur für viele Homosexuelle war Danas Auftritt von 1998 ein wahres Highlight. Auch der Großteil der Israelis feierte ausgelassen den Ausgang des Wettbewerbs. Die Diva galt als Aushängeschild für ein liberales, weltoffenes Israel. Traditionsgemäß sollte der nächste Song Contest dann auch im Siegerland stattfinden. Einige strenggläubige Juden und Mitglieder aus konservativen und religösen Parteien wehrten sich jedoch dagegen, den Contest in der heiligen Stadt Jerusalem auszurichten. Gegen ihren Widerstand fand der ESC 1999 im International Convention Center in Jerusalem statt.

Dana hieß früher Yaron
Über ihre Vergangenheit spricht die Künstlerin selten. Dana wurde als Yaron Cohen in Tel Aviv geboren. Der Agent Ofer Nissim entdeckte ihn und brachte Cohen mit Travestie-Shows auf die Bühne. Im Alter von 24 Jahren beschloss der junge Mann, eine Frau zu werden.
Zwei Jahre später gewann Dana den Song Contest in Birmingham und unterschrieb nach ihrem Sieg einen Plattenvertrag bei Sony Music in London. Auch als Ersatz für das Ex-Spice Girl Geri Halliwell war Dana im Gespräch. Die Sängerin wollte jedoch lieber ihren eigenen Musikstil schaffen.

Morddrohungen und Vorwürfe gegen Dana Inernational
Der Lebensstil der transsexuellen Diva sorgte immer wieder für heftige Kritik. Ihr Auftritt in der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" musste wegen einer Morddrohung abgesagt werden. Auch der Vorwurf des Sängers Costa Cordalis, Danas Eurovision Song "Diva" wäre von seinem Song "Viva la Noche" abgeschrieben, sorgte kurzzeitig für negative Schlagzeilen.






FAZIT: So, so, Dana also ups War damals wirklich eine riesige Sensation und wurde alles sehr kontrovers diskutiert. Die Frage ist jetzt, ob das "Comeback" so eine gute Idee ist, denn es kann ja ein ganz peinliches Halbfinal-Aus werden. Mutig ist es aber allemal, denn klar ist eigentlich, dass Dana null Chance auf den Sieg hat, aber der Finaleinzug und etwas um die Top10 ist denkbar.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295142 - 04/07/11 03:30 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Slowenien: Maja Keuc - No One - Startplatz 13 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Ein bisschen verführerisch, ein bisschen Vamp: So zeigt sich Maja Keuc im offiziellen Video zum Song "No One", mit dem sie Slowenien beim Eurovision Song Contest vertritt. Die kraftvolle Pop-Ballade passt zur starken Ausstrahlung, die die 19-Jährige auf der Bühne hat. Das fand offenbar auch das slowenische Publikum und wählte sie im Finale des Vorentscheides EMA 2011 zur Siegerin.
Zu den erfolgreichsten Ländern in der ESC-Geschichte gehört Slowenien bisher nicht. 1993 nahm das unabhängige Land, das früher zu Jugoslawien gehörte, zum ersten Mal am Eurovision Song Contest teil. Bereits im Folgejahr wurden die Slowenen von der Teilnahme am ESC ausgeschlossen, 2000 folgte eine weitere Pause. Nur zwei Mal hat es bisher für einen siebten Platz im Finale gereicht: 1995 (Darja Svajger mit "Prisluhni mi") und 2001 (Nusa Derenda mit "Energy"). Im Vorjahr schied das Ensemble Roka Žlindra & Kalamari schon im Halbfinale aus. Deren für die slowenische Musikgeschichte ganz typischer Titel "Narodnozabavni Rock" - in der deutschen Übersetzung "Nationale Unterhaltungsrockmusik" - machte seinem Namen alle Ehre und vermischte volkstümliche Akkordeon-Passagen mit rockigen Klängen. Dazu passten die folkloristischen Outfits der sechs Musiker.

Die slowenische Anastacia
In diesem Jahr setzt Slowenien auf ein Kontrastprogramm: Maja Keuc gibt sich modern und sexy. Die aus der Stadt Maribor stammende Sängerin beherrscht die Genres Soul, Jazz und Blues und stand schon in "We Will Rock You" auf der Musical-Bühne.
Als Christina Aguilera oder Anastacia von Slowenien wird Maja Keuc in ihrer Heimat gehandelt. Sie selbst schüttelt zu diesen Vergleichen aber den Kopf. Auf jede Menge Bühnenerfahrung kann sie jedenfalls zurückgreifen: Als 14-Jährige begann sie in der Rockband Bugs zu singen und hatte mit ihr auch ihren ersten Auftritt im Fernsehen und im Radio. Als Solistin sang Keuc mit 17 Jahren in einer Show des nationalen Fernsehsenders TV Slovenija. Danach bekam der Nachwuchsstar die ersten professionellen Angebote aus der Musikbranche und begann, mit bekannten slowenischen Musikern zusammenzuarbeiten. Dazu gehören der Sänger und Pianist Uros Peric, Violinist Stefan Milenkovic und Gitarrist Edin Karamazow.

Talentshow als Karrierestart
Außerdem wirkte Maja Keuc als Sängerin im Papir Project mit, das Lyrik und Musik verbindet. In der Zusammenarbeit mit dem Ensemble kann sie ihre sanftere Seite zeigen, wie sie selbst sagt. Wirklich entdeckt wurde sie in ihrer Heimat erst, nachdem sie in der Talentshow "Slovenia's Got Talent 2010" den zweiten Platz belegte. Keuc wurde zum ESC-Vorentscheid eingeladen und setzte sie sich mit "Vanilija" durch, einem Song über eine große Enttäuschung in der Liebe.
Die Komponisten, das Ehepaar Matjaž und Urša Vlašič, sind in der Grand-Prix-Szene nicht unbekannt. Die beiden haben schon mehrere ESC-Songs für ihr Land geschrieben, darunter "Naj bogovi slisijo", 1998 gesungen von Vili Resnik und den Titel "Mr. Nobody", mit dem Anžej Dežan 2006 aber schon im Halbfinale ausschied. Mit "Vanilija" ist Matjaž und Urša Vlašič ein Lied gelungen, das außerordentlich gut zur Interpretin passt. Slowenien hat entschieden, den ESC-Song 2011 in englischer Sprache zu präsentieren. Wenn Maja Keuc in Düsseldorf "No One" singt, wird ihre kräftige Stimme wohl kaum zu überhören sein.
Slowenien startet in der zweiten Halbfinal-Show am 12. Mai 2011 auf dem 13. Platz.





FAZIT: Viel zu meckern gibt es eigentlich nicht, aber die letzten drei Jahre hat es nie für das Finale gereicht. Sehe die Nummer aber ganz knapp mit dabei.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295143 - 04/07/11 03:35 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Rumänien: Hotel FM - Change - Startplatz 14 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


In ihrer Heimat ist die Band Hotel FM nicht sonderlich bekannt, obgleich sie seit 2005 Alben produziert und landesweit auf Tour gegangen ist. Auch in Deutschland ist die ursprünglich vierköpfige Gruppe aus dem rumänischen Oradea bereits aufgetreten. Ein erster Anlauf auf die Teilnahme beim Eurovision Song Contest scheiterte 2010 - zu wenig radiotauglich war ihre Ballade "Come As One" mit ökologischen Texten. In diesem Jahr haben sie es nun geschafft und treten in Düsseldorf mit "Change" an.

Musikalisches Multitalent trifft auf Schauspieler
Hotel-FM-Gründer Gabriel Băruţă wollte es noch einmal wissen. Das musikalische Multitalent - er hat sich das Spielen auf dem Klavier, dem Schlagzeug, dem Saxophon und den Bass selbst beigebracht und komponiert alle Songs - tauschte sein Line-Up aus. Dazu engagierte er den Drummer und Architekturstudenten Alex Szuz und verließ sich auf den Leadsänger David Bryan - einen passionierter Theaterschauspieler, der in einer rumänischen Pink-Floyd-Tribute-Band spielt.

"Ein Lächeln kann alles verändern"
Mit der Texterin Alexandra Ivan schrieb Băruţă den Titel, der ihm beim rumänischen Vorentscheid die Gunst der Fernsehjury einhandelt: "Change". "I Can't Change The World Alone", er könne die Welt nicht alleine verändern, singt David Bryan und fordert die Hörer dazu auf, zu lächeln: Ein Lächeln könne alles verändern. "Ich habe die Jungs noch nie so glücklich gesehen", sagt Ivan, Co-Autorin des Songs. Hotel FM beweise, dass es in Rumänien mehr viel versprechende Gruppen gebe als die nationalen Bands O-Zone, Inna, Edward Maya und Top 40: "Hotel FM sind derzeit die besten Botschafter für rumänischen Pop-Rock", so Ivan.
Das können sie zunächst am 12. Mai in Düsseldorf beim zweiten Halbfinale beweisen. Ihre Startposition: Platz 14.





FAZIT: Rumänien schon eine Hausnummer was, historisch betrachtet, den Finaleinzug angeht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das dieses Jahr eine enge Kiste wird. Plätschert so ziemlich harmlos dahin, die Nummer.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295144 - 04/07/11 03:39 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Estland: Getter Jaani - Rockefeller Street - Startplatz 15 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Was den Grand Prix betrifft, könnte man Estland musikalisch als Orchideenland betrachten. Seit 1994 nimmt der nördlichste und kleinste der baltischen Staaten am Wettbewerb teil. Mehrfach haben die Repräsentanten von 1,5 Millionen Esten beim Eurovision Song Contest einstellige Platzierungen im Finale erzielt. 2001 haben sie sogar die ESC-Krone ergattert - mit Hilfe von Tanel Padar und von Dave Benton, einem Musiker der Karibikinsel Aruba. Die 16 vergangenen Beiträge wurden in unterschiedlichsten Sprachen gesungen, darunter im südestnischen Vóro, auf Serbisch, Finnisch und Deutsch. Und natürlich auch auf Englisch. So auch dieses Jahr.

Estnischer Musicalstar setzt sich durch
Beim estnischen Vorentscheid, dem Eesti Laaul, setzte sich ein favorisierter Superstar durch: Getter Jaani. Gerade erst am 3. Februar 18 Jahre alt geworden, hat sie in ihrer Heimat bereits den Status einer Hanna Montana. Beeinflusst von ihren Choreographeneltern gehörten Gesang und Tanz selbstverständlich zum Alltag der ältesten von drei Geschwistern dazu. Bei der Fernsehcasting-Show "Estonian Superstar" schnitt die Tallinerin als jüngste Kandidatin fantastisch ab und legte damit das Fundament ihrer noch jungen Karriere. Diese baute sie als Solistin in der estnischen Fassung von "High School Musical" aus, ebenso mit einem Soloalbum und der Single "The Best Day", die ihr Komponist Sven Lõhmus auf den Leib geschneidert hatte. Der Song wurde der meistgespielte Hit im estnischen Radio.

Zahlreiche Tempowechsel, eingängiger Refrain
Beim Eesti Laaul schaffte Getter es nach zwei Halbfinals auch im abwechslungsreichen Superfinale, die Jury und die Televoter mit ihrer eingängigen Dancefloor-Nummer mitzureißen. Dagegen konnte der Gitarrist Outloudz mit "I Wanna Meet Bob Dylan" nicht mithalten. Zu dynamisch war die Show rund um Jaani. Ihr Lied "Rockefeller Street", erneut aus der Feder von Lõhmus, hat zahlreiche Tempowechsel, einen gängigen Refrain und eine Sängerin mit super Ausstrahlung. Dass der Text nicht viel Gescheites hergibt - irgendwie geht es um Regenschirme auf der Rockefeller Street - ist nicht ungewöhnlich beim ESC.
In Düsseldorf dürfte das eingängige Lied gute Chancen fürs Finale haben, zumal Deutschland beim 2. Halbfinale am 12. Mai 2011 stimmberechtigt ist. Außerdem wird Getter, die aktuell ihre Ausbildung als Schuhdesignerin und Schneiderin abschließt, auf ein vorgeheiztes Publikum treffen: Ihr gehört Platz 15, vor ihr sind Länder wie Belgien, Bulgarien und Schweden dran.





FAZIT: Puh, also nach Quoten Estland schon im Finale, aber mit einer Nummer aus der Ecke haben sich schon ganz andere Länder "vertan" und Estland ist keines von den Länder die von Haus aus Punkte aus anderen Ländern geschenkt bekommen.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295146 - 04/07/11 03:50 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Weißrussland: Anastasiya Vinnikova - I Love Belarus - Startplatz 16 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Kämpferisch reckt Anastasiya Vinnikova die Faust in die Höhe - immer an der Stelle, an der sie den Titel ihres Songs singt: "I Love Belarus". Die Geste im Video zum weißrussischen ESC-Beitrag wirkt wie ein Ausrufezeichen: "So heißt mein Song und dabei bleibt’s jetzt, basta!"
Man wollte es ihr nicht verübeln, wenn es tatsächlich so wäre. Anastasiya Vinnikova und ihr Lied haben schließlich Einiges durchgemacht, bevor sie nun unwiderruflich für den Eurovision Song Contest 2011 angemeldet wurden - unter anderem hatte der Song in den vergangenen Wochen drei verschiedene Titel.

In zwei Anläufen zur Interpretin...
Dabei hatte die 19-jährige Linguistikstudentin aus Minsk zunächst sogar Glück. Ursprünglich war nämlich mit Katya Langer eine andere Sängerin für Düsseldorf nominiert - der wurde dann aber vorgeworfen, ihr Song sei bereits vor fünf Jahren aufgeführt worden. Beim weißrussischen Sender BTRC erinnerte man sich daraufhin an Vinnikova: Die war 2010 in der TV-Show "Music Court" mit einem Sowjet-Nostalgie-Stück namens "Born In Bielorussia" aufgetreten, dort aber nicht einmal bis ins Finale gekommen. Inzwischen jedoch schien BTRC Gefallen an der Nummer gefunden zu haben und nominierte sie für den ESC. Die offizielle Lesart lautete, der Sender habe aus 29 internationalen musikalischen Beiträgen den besten ausgewählt. An anderen Stellen war allerdings eher von "den richtigen Fürsprechern" die Rede.
Dennoch muss es nach der Entscheidung des Senders im Februar irgendwo Einwände gegen den eher rückwärtsgewandten Text des Liedes gegeben haben. Im März gab man bekannt: Der Song heiße nunmehr "I Am Belarusian" und der Text sei aufgepeppt worden und jetzt viel zeitgemäßer. Freunde von reibungslosen ESC-Vorentscheiden atmeten hier bereits erleichtert auf - voreilig: Es stellte sich heraus, dass auch Vinnikovas Song nach den Regeln zu früh veröffentlicht worden war. Nun musste ein ganz neues Stück her.

... und in drei Anläufen zum Song
Mit "I Love Belarus" präsentierte der in seiner Heimat renommierte Komponist Eugene Oleinik schließlich einen musikalisch moderneren Song, der nur noch vereinzelt Parallelen zum ursprünglichen Lied aufweist. Die Autorin Svetlana Geraskova schrieb dazu eine luftige Liebeserklärung an die schönen weißrussischen Lande.
Die Sängerin selbst hätte das Liedchen-wechsel-dich-Spiel sicher auch noch länger mitgemacht - Hauptsache, für sie gibt es überhaupt etwas zu singen. Anastasiya soll nämlich bereits im Kindergarten besessen gewesen sein vom Gesang. Mit vier Jahren, so berichtet sie heute, war sie in ihrer christlich-orthodoxen Kirchengemeinde das einzige Kind, das Melodien trällerte, während alle anderen still dasaßen. "Pater Gregor sagte: 'Anastasiya, du wirst einmal eine Sängerin' - und dann beträufelte er mich mit Weihwasser", erzählt Vinnikova lächelnd.

Mit geballter Faust ins Finale
Ob es der Segen war, der die junge Frau nun bis zum Eurovision Song Contest gebracht hat, oder die harte Arbeit der Perfektionistin, die seit ihrem fünften Lebensjahr an Talentwettbewerben teilnimmt, auf Theaterbühnen steht und quasi nebenbei Sprachen und Linguistik studiert - in jedem Fall hat Vinnikova die Chance, ihr Land nicht nur mit Liebe zu besingen, sondern es auch in der ESC-Statistik wieder etwas nach vorn zu bringen. Im vergangenen Jahr landete die Band 3+2 nur auf dem vorletzten Platz. Ein besseres Abschneiden sollte machbar sein.
Aber vermutlich hat das ehrgeizige Multitalent eher das Ziel, den bisherigen besten Platz in der erst achtjährigen ESC-Geschichte Weißrusslands zu toppen: den sechsten Rang, den Dimitry Koldun 2007 in Helsinki erzielte. Am 12. Mai erhält Anastasiya Vinnikova die erste Gelegenheit, wenn sie beim zweiten Halbfinale auf Platz 16 zwischen Estland und Lettland startet. Sie sollte die Faust ballen und die Chance nutzen.






FAZIT: Man hätte ruhig noch einen Ticken mehr Folklore rein packen können, aber mehr kann ich auch nicht meckern. Die Nummer passt super zum ESC und ich frage mich ernsthaft, warum man hier so ein Außenseiter in Richtung Finaleinzug sein soll.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295148 - 04/07/11 03:55 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Lettland: Musiqq - Angel in Disguise - Startplatz 17 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)

Oh Lettland, wo sind deine Erfolge geblieben? Für den Sandwichstaat unter den drei baltischen Ländern hatte es doch so unglaublich gut begonnen beim Eurovision Song Contest. Bei seinem Debüt im Jahr 2000 landete er gleich auf dem dritten Platz. Nur zwei Jahre später konnte Marie N den Wettbewerb sogar gewinnen, 2003 fand er in Riga statt. Danach war die Bilanz noch immer nicht schlecht. Doch in den vergangenen zwei Jahren konnten die lettischen Acts Aisha und Intars Busulis keine Blumentöpfe gewinnen - sie scheiterten bereits in den Halbfinals.

Neubeginn mit zackigem Europop
Zeit also für einen Neustart - und zwar einen, der in die Beine geht. Das Duo Musiqq ist mit seinen R’n’B-, Soul- und HipHop-Stücken in der Heimat ein echter Hitparadenstürmer, ihr ESC-Beitrag "Angel In Disguise" eine rhythmische, beinahe zackige Europopnummer mit HipHop-Einlage. Komponiert wurde der Titel, der sich beim lettischen Vorentscheid "Eirodziesma 2011" durchsetzte, vom Songschreiber und Produzenten Marats Ogļezņevs.
Marats hatte Musiqq im Jahr 2009 gemeinsam mit dem Leadsänger Emīls Balceris gegründet. Die beiden Jungs lernten sich bei einer TV-Sendung kennen, in der es um einen Musikwettstreit ging. Um was auch sonst - die Musik ist bei beiden schon lange Dreh- und Angelpunkt: Marats spielte und komponierte zehn Jahre lang bei der Band Device, Emīls wirkte landesweit bei vielen Musikprojekten mit. Bei so viel Herzblut fiel die Wahl des Bandnamens natürlich nicht schwer.
Die Erfolge des Duos stellten sich schnell ein: 2009 wurde die erste Single "Klimata Kontrole" vom Debütalbum "This Is Just Music" im Radio gespielt. Die folgenden drei Singles "Abrakadabra", "Birthday" und "10 Out Of 10" wurden nationale Hits und für die wichtigsten lettischen Music Awards nominiert.

Schulabschluss von der Bühne aus
Vermutlich werden Musiqq bei ihrem Auftritt im zweiten Halbfinale wieder im Partnerlook auf der Bühne erscheinen: schwarzes Hemd mit weißer Weste. Bei mindestens einem dürfte auch die charakteristische überdimensionierte Brille nicht fehlen.
Ob der stylishe Aufzug der Startnummer 17 ins Finale hilft, wird sich am 12. Mai zeigen. Vorher jedoch steht noch eine ganz andere Herausforderung an: Emīls muss inmitten des Promo- und Konzerttrubels nämlich noch seinen Schulabschluss machen. Aber da könnte er sich ja schon mal ein paar Tipps aus Deutschland holen. Schließlich kennt sich die diesjährige Titelverteidigerin sehr gut mit der Doppelbelastung Eurovision Song Contest und Abitur aus. Und bei der hat im vergangenen Jahr schließlich beides geklappt.





FAZIT: Aus meiner Sicht eher ein Halbfinal-Aus-Beitrag.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295149 - 04/07/11 04:02 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

rock


Dänemark: A Friend In London - New Tomorrow - Startplatz 18 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Vier knackige, hübsch frisierte Jungs und ein eingängiger Popsong: Das ist Dänemarks Erfolgsrezept für Düsseldorf. Die Boyband A Friend in London will sich mit "New Tomorrow" in die Herzen der Grand-Prix-Fans singen, eine Gute-Laune-Nummer zum Mitsummen. Und das fällt nicht schwer, denn irgendwie entsteht beim Hören das Gefühl, man würde den Titel schon kennen - erinnert er doch ein wenig an Paso Dobles Schnulze "Herz an Herz" mit dem Flavour von Emilias Ohrwurm "Big Big Girl".

Glückliches Händchen für Grand-Prix-Hits
Im Vorjahr hatten die Dänen das symphatische Duo Chanée & N'Evergreen ins Rennen geschickt: Dessen Song "In A Moment Like This" ließ Erinnerungen an den 80er-Jahre-Sound von Police wach werden und landete im Finale auf einem guten vierten Platz. Dass die Dänen also ein glückliches Händchen für Grand-Prix-Musik haben, steht fest. Schon 22 Mal erkämpfte das skandinavische Land in der ESC-Geschichte Top-Ten-Plätze im Finale. Zwei Mal hat es sogar zum Sieg gereicht: 1963 holten Grethe & Jørgen Ingmann mit "Dansevise" erstmals die ESC-Krone, 2000 die Olsen Brothers mit "Fly on the wings of love".

Eine Britpop singende Boyband
Tim Schou, Sebastian Vinther, Aske Damm Bramming and Esben Svane heißen die Vier, die nun den nächsten Erfolg ins Land holen sollen. Seit 2005 gibt es A Friend in London. Als sich die Jungs kennenlernten waren sie noch Internatsschüler in Westjütland. Die Brit- und Indiepop singende Boyband aus Kopenhagen entspricht dem Geschmack des dänischen Publikums, tourte durchs Land und wurde national immer bekannter. 2008 gewann sie den internationalen Bandwettbewerb Bodog Battle. Der Sieg brachte den Durchbruch in Kanada, wo die Dänen seitdem immer wieder auftreten.

Plüschiger Song für Düsseldorf
Jakob Glæsner und Lisa Cabble haben "New Tomorrow" geschrieben. Beide sind beim dänischen Melodi Grand Prix keine Unbekannten: Als Bassist trat Glæsner 2009 dort selbst mit der Band Johnny Deluxe auf. Bei der Arbeit am dritten Album seiner Band lernte er die Sängerin und Songwriterin Lise Cabble kennen. Da hatte sie schon an einem dänischen Song für den Eurovision Song Contest mitgeschrieben: Aud Wilken belegte mit "From Mols to Skagen" 1995 immerhin den fünften Platz.
Mit "New Tomorrow" präsentiert sich A Friend in London beim diesjährigen Eurovision Song Contest mit einem etwas softeren Sound als gewöhnlich. Passend dazu war auch das Outfit beim dänischen Vorentscheid ziemlich plüschig: Frontmann Tim Schou, der sonst die Haare meist kürzer trägt, trat mit blonder Wave-Frisur auf. Auch in Sachen Kleiderordnung zeigten sich die Jungs in Shirt, Hemd und Jeans recht zahm, müssen sie doch beim ESC nicht nur einer jüngeren Fangemeinde gefallen, sondern möglichst auch der potentiellen Schwiegermutter.
Ob ihnen das gelingt müssen sie zunächst in Düsseldorf am 12. Mai beim zweiten Halbfinale beweisen. Dann starten sie auf Platz 18.





FAZIT: Na, wenn das mal nicht zu plüschig ist.



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295150 - 04/07/11 04:10 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599
rock


Irland: Jedward - Lipstick - Startplatz 19 des zweiten Halbfinales (12. Mai 2011)


Die Iren schicken in diesem Jahr ein schrilles Duo ins Rennen um die ESC-Krone: In knallroter Jacke und mit spitz geformter Haartolle hüpften die Jungs von Jedward beim Vorentscheid Eurosong 2011 über die Bühne. Die eigenwillige Performance passte perfekt zum Dance-Titel "Lipstick", der schließlich die Jury überzeugte. Irlands Hoffnungsträger 2011 sind aus Dublin, gerade 18 Jahre alt und sollen ihrem Land in Düsseldorf wieder zum großen Grand-Prix-Glück verhelfen. Sie starten im zweiten Halbfinale am 12. Mai 2011 auf Platz 19.

Erfolgsgeschichte mit Knacks
Dabei ist die Inselrepublik eigentlich der erfolgreichste Teilnehmer der gesamten bisherigen Geschichte des Eurovision Song Contest. Insgesamt sieben Mal holten irische Interpreten den Sieg nach Hause: zum ersten Mal 1970, als die damals 18-jährige Sängerin Dana "All Kinds Of Everything" sang. Zehn Jahre später gewann Johnny Logan mit der Ballade "What's Another Year", mit dem Titel "Hold Me Now" schaffte er es 1987 noch einmal. Drei erste Plätze in Folge holte Irland sogar 1992, 1993 und 1994. Zuletzt siegte der junge Eimear Quinn 1996 mit der Ballade "The Voice".
In den letzten Jahren bekam die immerwährende Erfolgsgeschichte Irlands allerdings einen gehörigen Knacks. So konnte die Band Dervish 2007 mit ihrem traditionellen Song "They Can't Stop The Spring" nicht überzeugen und wurde in Helsinki Schlusslicht. Im Folgejahr trat zweifelsohne der schrägste irische Kandidat an: Dustin the Turkey - eine Truthahnpuppe im Einkaufswagen - sang sich durch die Geschichte der irischen ESC-Erfolgssongs, flog aber schon im ersten Halbfinale raus. Auch 2009 schaffte es Irland nicht ins Finale. In Oslo landete Niamh Kavanagh, die 1993 sogar für ihr Land gewonnen hatte, immerhin wieder auf Platz 23. Ein schwacher Trost.

Berühmt durch Castingshow
Nun also Jedward. Die eineiigen Zwillinge John und Edward Grimes sind in ihrer Heimat ebenso beliebt wie umstritten. Nach ihrem vor Selbstbewusstsein strotzenden ersten Auftritt in der 2009er Staffel der Castingshow X-Factor reagierte Jury-Mitglied Simon Cowell entsetzt: "Not very good and incredibly annoying" ("Nicht sehr gut und unglaublich nervend."), lautete sein Urteil. Eine große Karriere schien den Jungs also nicht ins Haus zu stehen. Doch schafften sie es unter die letzten sechs in der Show, bevor sie ausschieden. Ihr Publikum hatten die beiden aber gefunden - und begannen, auf einer Welle des Erfolges zu schwimmen.

Zurück ins Fernsehen
Anfang 2010 nahm Jedward die Debütsingle "Under Pressure (Ice Ice Baby)" auf - in Zusammenarbeit mit Rapper Vanilla Ice. Das Remake des Queen-Hits landete auf Platz eins der irischen Single-Charts und stieg fast ebenso erfolgreich in den UK-Charts ein. Das erste Album "Planet Jedward" mit Coversongs, unter anderem von Robbie Williams, den Beastie Boys und den Backstreet Boys, kam im Juli des Jahres heraus und fand in Irland reißenden Absatz. Die Grimes-Brüder gingen auf Solo-Tour und wurden immer bekannter. Und es schloss sich der Kreis: Jedward kehrten ins irische Fernsehen zurück mit einer eigenen Show "OMG! It's Jedward!". Im britischen TV lief die dreiteilige Serie "Jedward Let Loose", die ihren Weg zum Erfolg nachzeichnet.
Der Eurovisions-Song für Düsseldorf stammt aus der Feder von Lars Jensen und Martin Larsson, mit denen Jedward schon länger zusammenarbeiten. Außerdem hat Dan Priddy daran mitgeschrieben. Er ist Songwriter der britischen Boyband JLS, die ebenfalls durch die Talentshow X-Factor bekannt wurde. "Lipstick" haben sie Jedward genau auf den Leib geschrieben.





FAZIT: Hähä, oh je, na ja ... also ich denke nicht, dass Dänemark und Irland durchgehen und sähe dann eher Irland einen Tick vorne, wenngleich Dänemark immer mehr geschenkte LänderPunkte bekommt ... Der Transen-Detektor liebt es, es wird wohl in die Top5 gehen nono




_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295284 - 04/08/11 10:43 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Groß, größer, ESC: Der Aufbau hat begonnen
Ganz ungern hat Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers den silbernen Schlüssel zur Arena ja nicht hergegeben. Denn seit Wochen freut sich die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt, Austragungsort der größten Fernsehshow der Welt sein zu dürfen.


Seit dem 7. April ist der NDR Hausherr: Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers (rechts) übergab NDR Intendant Lutz Marmor den Schlüssel für die Arena.

Und als NDR Intendant Lutz Marmor, der mit der Übergabe auch offiziell Hausherr des diesjährigen ESC-Tempels ist, den rund 60 angereisten Journalisten, Kamerateams und Fotografen einen ersten Blick in die Arena gewährt, staunen die nicht schlecht. Der Rasen ist weg, das Dach ist zu und auf dem neu verlegten Schwerlastboden im Innenraum der Arena stehen sieben Arbeitsbühnen, auf denen mehrere Arbeiter mit Helm und Schweiß im Gesicht von einem Dachträger zum nächsten fahren.

Der Eurovision Song Contest zieht in die Arena ein
Auch wenn erst seit vier Tagen in Düsseldorf umgebaut wird, kann man schon die ersten Fortschritte erkennen. In der Nordkurve werden für den späteren Green-Room große Podeste über den Sitzreihen errichtet, Seile für die Lichtbrücken hängen vom Dach und auch das Fundament für die Kommentatorenkabine von Peter Urban und seinen Kollegen wird gerade gebaut.
Die Dimension des diesjährigen Song Contests, die man inzwischen durchaus erahnen kann, beeindruckte heute nicht nur die anwesenden Journalisten in der Arena, sondern auch den erfahrenen Technikleiter Dieter Thiessen: "Man kann ohne weiteres sagen: Das sind die olympischen Spiele der Unterhaltung. In acht Monaten wird hier eine Produktion auf die Beine gestellt, wo man bei Olympia zwei Jahre Planungszeit hat." Das was jetzt in Düsseldorf in die Tat umgesetzt wird, ist also in weiten Teilen schon seit Monaten geplant, vorgetestet und vormontiert worden.

Drei Wochen für die Aufbauarbeiten
Dennoch bleibt den rund 150 Arbeitern nur drei Wochen Zeit, um zum Beispiel die 2.200 Scheinwerfer am Hallendach zu montieren und die 1.300 Quadratmeter große Videowand hinter der Bühne aufzubauen. Denn im Anschluss beginnen die ersten technischen Testdurchläufe, bevor Anfang Mai die ersten Delegationen zu ihren Halbfinalproben anreisen. "Im Prinzip sind wir sehr gut im Zeitplan", sagt Thomas Schreiber, der ESC-Show-Koordinator beim heutigen Presse-Rundgang zuversichtlich.

Große Halle, lange Wege
Da man es bei der Düsseldorfer Arena mit einer der größten Hallen Europas zu tun hat, ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung die Logistik. Vor allem während der Shows müsse man weite Wege zurücklegen, erklärt Thiessen: "Da außerdem die Umbaupausen zwischen den einzelnen Auftritten nur 40 Sekunden betragen dürfen und das Equipment der einzelnen Delegationen teilweise fast 400 Meter weit weg in einem Lager steht, haben wir uns ein Stationssystem ausgedacht." Schon in Oslo habe es sich bewährt, dass sowohl die Künstler als auch das Equipment der nächsten sechs (!) Delegationen während der Show schon in den Startlöchern stehe.

"Kribbeln ist dabei"
Auch hinter der Bühne wird bereits fleißig gebaut: Das Grundgerüst der vielen Umkleide-, Kostüm- und Maskenbildner-Kabinen steht bereits und auch die Laufwege zur späteren Bühne sind schon ausgeschildert. NDR Intendant Lutz Marmor zeigte sich den Journalisten begeistert darüber, dass es endlich los geht mit dem Bau: "Wir haben ja viel auf Papier gehabt, vieles diskutiert, aber wenn man es hier am Veranstaltungsort sieht, kommt es einem viel realer vor - und ja, ein bisschen Kribbeln ist dabei." Er darf sich gewiss sein, mit diesem Gefühl ist er sicher nicht alleine.

Quelle: eurovision.de / Stand: 07.04.2011 17:24 Uhr



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295518 - 04/09/11 12:09 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Für alle jene, deren Stärke Erdkunde nie war, nachstehend eine schöne Übersicht, anhand der man sich schön ansehen kann, wer wohl von welchem (im mit 50% gewertetem Televoting) Nachbarn beitragsunabhängig ein paar Pünktchen aufs Konto geschenkt bekommt.



Quelle: eurovision.de



Hier wird es in den nächsten Tagen mit der ein oder anderen ESC-News weiter gehen. Meine Tipps folgen dann erst, sobald ich passende Quoten für meine Wetten gefunden habe, was erfahrungsgemäß beim ESC ein wenig dauern kann. Ansonsten ist natürlich jeder hier herzlich eingeladen, seine Einschätzungen und Ideen zum ESC zu posten, auch wenn es noch ein paar Wochen hin ist.




_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295715 - 04/10/11 12:14 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Da ich in den letzten Jahren im ESC-Monat oft keine passenden Quoten mehr gefunden habe, bin ich dieses Jahr früh/er dran, was natürlich mit dem Risiko verbunden ist, dann nun schlechtere Quoten anzunehmen, als es zu einem späteren Zeitpunkt evtl. geben wird. Werden wir dann sehen, wollte aber dieses Jahr mal früh/er dran sein.

Ergänzende Wetten folgen dann ggf. dort, wo ich noch auf bessere Quoten warte.

Die Begründung für meine Wetten ergeben sich jeweils aus den/meinen Länderbeiträgen auf den vorangegangenen Seiten, daher werde ich mich hier kurz und knapp halten.

Erstes Halbfinale (Arena Düsseldorf) ProSieben / Eins Festival 10. Mai 2011, 21 Uhr
Stimmberechtigt sind im ersten Halbfinale: alle Teilnehmerländer des ersten HF + Großbritannien + Spanien


Finaleinzug Albanien @ 1,96
Gesamtpaket stimmt, warum also nicht.

Finaleinzug Schweiz @ 2,78
Hier bin ich entgegen meines Fazits im Länderbeitrag "umgekippt". Ich denke, dass die doch das Finale packen. Setze auf die Jury und die sympathische Nummer.

Finaleinzug Island @ 6,00
Mit Finnland und Norwegen hat man Länder in der Gruppe, die für Island immer fleißig punkten. Die Nummer ist nicht sonderlich spektakulär, aber durch die Hintergrundgeschichte gibt es vielleicht hier und da ein paar Tränendrüsen-/Sympathie-Extrapunkte.

Polen fährt nach dem Halbfinale heim umgerechnet @ 2,06
Zuletzt 2008 im Finale gewesen, und dort gerade mal zwei Wertungen erhalten, nämlich 4 Punkte von UK und 10 von Irland. Der Song dieses Jahr ist ziemlich belanglos.



bier
_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295731 - 04/10/11 01:21 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Zweites Halbfinale (Arena Düsseldorf) Das Erste 12. Mai 2011, 21 Uhr
Stimmberechtigt sind im zweiten Halbfinale: alle Teilnehmerländer des zweiten HF + Deutschland + Frankreich + Italien


Finaleinzug Weißrussland @ zusammen gerechnet 3,6
Die hohe Quote erschließt sich mir einfach nicht.

Bosnien-Herzegovina packt die Koffer im HF @ umgerechnet 10,10
1,11er Quote für den Finaleinzug schon arg knapp, zudem
die "Punkteschenk-Länder" im anderen HF.

HF-Aus Schweden @ umgerechnet 7,25
Warum bitte sollen die so klar weiter kommen? Denke das wird enger als viele erwarten.

Finaleinzug Moldawien @ 1,76
Denke die Nummer wird viele Punkte ergattern können, Quote noch annehmbar.

HF-Aus Dänemark @ umgerechnet 6,88
Quote ist mir einfach zu eng für die schrottige Nummer, Bubi-Faktor und geschenkte Länderpunkte hin oder her.

HF-Aus Estland @ umgerechnet 5,17
Auch das ist mir zu eng quotiert.

Finaleinzug Israel 2,76
Dana-Bonus sollte trotz mäßiger Nummer reichen.

HF-Aus Lettland @ umgerechnet 1,91
In meinen Augen einfach nicht stark genug.



bier
_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295734 - 04/10/11 01:53 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599
Finale (Arena Düsseldorf) Das Erste 14. Mai 2011, 21 Uhr
Stimmberechtigt sind alle diesjährigen Teilnehmer-Länder (also auch jene die dann im HF schon ausgeschieden sind).

Natürlich teils doppeltes Risiko, da sich die meisten Länder erst noch qualifizieren müssen. UK Top4 hatte ich gepostet @ 3,55, aber die Wette habe ich wieder gelayt (Lay-Quote derzeit bei 2,8). Wird also nicht getippt STORNO grins
Keine Ahnung was mich bei meinem UK-Fazit geritten hat, aber die Nummer wird beim ESC wohl eher nicht gut ankommen.

Die anderen, schon von mir, geposteten Picks bleiben bestehen und sind hier, der Übersicht halber, noch mal aufgeführt:

Türkei Final-TopTen @ 1,64 mit doppeltem Einsatz
Türkei Finalsieger @ 60
Frankreich Top4 @ 2,02
Deutschland Top10 @ 1,69 mit doppeltem Einsatz

Dazu packe ich für das Finale folgende Wetten:

Weißrussland Top10 @ 12
Moldawien Top10 @ 5,8
Albanien Top10 @ 6
Estland nicht in den Top10 @ umgerechnet 2,85
Schweden nicht in den Top10 @ umgerechnet 2,11
UK nicht in den Top10 @ umgerechnet 3,13
Russland nicht in den Top10 @ umgerechnet 3
Dänemark nicht in den Top10 @ umgerechnet 1,81

Frankreich Top5 @ 1,75
Türkei Top5 @ 3,2
Estland nicht in den Top5 @ umgerechnet 1,68 mit doppeltem Einsatz
UK nicht in den Top5 @ umgerechnet 1,59 mit doppeltem Einsatz



bier
_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#295846 - 04/11/11 09:49 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Eurosongkonzert: Verrückt nach Paradise und Blue
Verwundert rieben sich viele Amsterdamer die Augen: "Können Sie mir sagen, was hier los ist?", fragte mancher Passant in der Amstelstraat im Herzen der City. "Das habe hier ich noch nie gesehen", ergänzte eine ältere Bürgerin. Eine riesige Menschentraube hatte sich auf dem Bürgersteig vor dem Hauptstadt-Club Air versammelt, um 21 der Eurovision Song Contest Teilnehmer im Konzert zu sehen, das der niederländische ESC-Fanclub OGAE mitorganisiert hatte.

Düsseldorf wirft seine Schatten voraus
Das Problem: Der Einlass hatte sich um 90 Minuten verspätet. So standen mehr als 800 Fans geduldig und in Vorfreude auf die knapp zwei Dutzend Auftritte in der Schlange. Das Warten lohnte sich, wie der Abend zeigte. Zwar durfte jeder Act nur seinen offiziellen ESC-Beitrag singen. Doch schnell heizte die Armenierin Emmy mit ihrem eingängigen "Boum-Boum-Chaka-Chaka"-Refrain die Stimmung auf.

Aurela Gace aus Albanien auf der Amsterdamer Bühne
Auch ihre albanische Konkurrentin, Rotschopf Aurela Gaçe,stand ihr in nichts nach. Als Powerlady mit der Retro-Kassette um den Hals rockte sie den Saal mit "Feel The Passion" (Kenga ime). Auch bei den Rocktiteln der Band vom Bosporus, Yüksek Sadakat,und der quirligen Bulgarin Poli Genova ging das Publikum beherzt mit: Da präsentierten sich gestandene Bands mit viel Live-Erfahrung. Erfreulich eigentlich, dass keiner der Teilnehmer so richtig enttäuschte. Außer, dass Mika Newtons ukrainischer Engel ziemlich blass ausfiel und der Weißrussin Anastasia Vinnikova zunächst im Playback der lettische Song eingespielt wurde.

Geschmeichelter Favorit: Paradise Oskar
Besonders gut an kam der Finne mit seiner Gitarre: Paradise Oskar. Sein "Da Da Dam" fand ein Echo in vielen Kehlen, die Finnlandfahne wurde geschwenkt, der junge Sänger war gerührt: "Ihr seid das beste Publikum, das ich jemals hatte", zeigte er sich geschmeichelt. Ebenso erging es dem bestens gelaunten Trio um die Schweizerin Anna Rossinelli, von denen man gerne mehr Lieder gehört hätte.
Nicht weniger Aufmerksamkeit erhielt dennoch die Österreicherin Nadine Beiler. Im eleganten Pailletensilberkleid bildete ihre mit gereifter Stimme interpretierte Ballade "The Secret Is Love" den Kontrapunkt zum eher bewegten Abend. Dessen Krönung wurde von Alexey Vorobyovs "Get You" eingeleitet, als endlich kurz vor Mitternacht die ESC-Stars Blue zeigten, warum Großbritannien zu den Favoriten in Düsseldorf gehört. Kein Schnickschnack auf der Bühne, aber auch kein Stillstand zum Discotitel "I Can". Erneut reckte das überzeugende Quartett die Fäuste: Europa, wir zeigen es euch.

Begeisterten das Publikum: Blue aus Großbritannien

3Js laden nach Volendam ein

Luden in ihre Heimat ein: Die drei Jungs von 3Js
Dabei hatten die vier Briten sich ausgerechnet am Vormittag als Diven gezeigt. Zum anberaumten Pressetermin in einem Vorort Amsterdams waren Blue nicht erschienen. Wenigstens fuhren sie im Eurovisionstross mit zum Ausflug zum malerischen Fischerdorf Volendam, der Heimat der Eurosongkonzert-Gastgeber 3Js.
Gemeinsam mit ihrem Bürgermeister empfing das Trio bei Kaiserwetter die 19 anwesenden Delegationen (Zypern und Polen trafen erst am Abend ein) zum gemeinsamen Mittagessen, zu dem sie ihre Ballade "Je Vecht Nooit Alleen" spielten, weil sie am Abend anderweitig verplant waren. Danach war noch knapp Zeit für ein "Familienfoto" vor der Bucht des Ijsselmeeres. Wer weiß: Vielleicht ist auf dem Foto bereits der Düsseldorfer Sieger verewigt?

Quelle: eurovision.de


_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#296246 - 04/13/11 09:27 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599


Ein ergänzender Tipp (nachdem ich eine passende Quote bekommen habe):

Weißrussland FinalTop10 @ 18
Die müssen sich erst einmal qualifizieren, denke aber das packen sie und Top10 ist dann machbar/er (als die Quote aussagt).


bier
_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#296256 - 04/13/11 10:25 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Vertreiben wir uns die Zeit bis zum ESC doch mit ein paar Beiträgen, Infos und Webtipps. Wer weiß, vielleicht ist das ja für den einen oder anderen noch nützlich, nur so für den Fall, dass es im Mai ein ESC-Gewinnspiel auf tippen4you.at geben wird
grins


Eurovision Song Contest Database
zu finden unter klick mich

Wahnsinn, hier findet man wirklich alles! Rein optisch betrachtet ist das ganze eher ein wenig ermüdend, aber dafür sehr funktionell und darum geht es hier. Wer Statistik mag oder nach der ein oder anderen konkreten Sache sucht, der kann sich hier stundenlang durch die Statistik der ECS-Historie fummeln.

bier



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#296665 - 04/15/11 10:15 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599


Heute ein weiterer Webtipp:
Prinz Blog zum ESC

Sehr informativer Blog der Zeitschrift Prinz zum ESC. Neben allen wichtigen Fakten findet man hier auch "Song-Checks" in denen Songqualität, Interpretation und die Chancen auf den Finaleinzug bewertet werden. Auch wenn ich mit den "Kollegen" teils weit auseinander liege, vielleicht eine gute Alternative für alle, die mein "Fazit-Gesülze" schon satt sind grins




_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#297220 - 04/18/11 12:12 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599


Heulen mit den Wölfen

Elisabeth Noelle-Neumann hat mit ihren sozialwissenschaftlichen Methoden ein seltsames Phänomen schon in den fünfziger Jahren herausgefunden: Die inzwischen verstorbene Gründerin des Instituts für Demoskopie in Allensbach am Bodensee erkannte nach einer Vielzahl an Umfragen, dass eine Masse sich zur erwarteten Mehrheit hin bewegt. Man ist gerne bei den Siegern, sollte das heißen, im Normbereich sowieso. Niemand, so ihr Fazit, findet sich am Ende gerne bei den Verlierern wieder.



Das lässt sich tatsächlich an Beispielen politischer Wahlen illustrieren – aber offenbar gilt das auch für das Phänomen Eurovision Song Contest. Der lebt auch von Mutmaßungen, die sich in Geldwetten spiegeln und in Wettspielen.

Und die Tendenz ist eindeutig: Frankreich, Ungarn, Schweden, Estland und Großbritannien bekommen von allen Fanclubs in Europa Höchstwertungen zugesprochen. Und das, so wiederum meine Vermutung, umso mehr, als diese Fanclubs, die ihre Wetten nicht an einem Abend stattfinden lassen, sondern, je nach Terminlage, an verschiedenen Tagen. Und so lesen wir, dass ein OGAE-Fanclub (Organisation générale des Amateurs de l’Eurovision) nach dem anderen diese eben genannten Länder an die Spitze werten. Ich schätze, das tun sie auch deshalb, weil sie bewusst oder halbbewusst von den ersten Wettergebnissen erfahren haben – und sich nun an diesen orientieren.

Es gibt vorläufig, so sehe ich das, gar keinen Grund, Schweden dauernd ganz oben zu platzieren. Es reicht, siehe Noelle-Neumanns Gesetz von der magnetischen Kraft des erwarteten Siegers, wenn man glaubt, das sei ein gutes Lied. Und dass “Popular” nun das viel bessere Lied ist als das dänische oder das griechische ist vor den Düsseldorfer Abenden nicht erwiesen. Irgendwie sind doch, immer noch beispielhaft an diesen drei Acts phantasiert, alle gleich flott und mitreißend, oder?

Auch dass Frankreichs Halboperballade weit oben gesehen wird, hat mit Gefühlen zu tun – nicht mit dem Lied selbst, schätze ich.

Diverse Buchmacher sehen die Sache inzwischen sehr ähnlich. Auch bei denen – und da geht es ums Geld, nicht um Geschmäcker – tauchen Frankreich, Estland, Ungarn, Schweden und Aserbaidschan auf. “Taken By A Stranger” findet sich bei denen auf dem siebten Platz wieder, bei den Fanclubs zwischenständlich auf dem zwölften Rang. Das könnte so kommen, das sehe ich auch so.

Allein: Garantiert ist das noch nicht. Die Stimmung kann ja noch umkippen. Plötzlich wird ein Act als nervig empfunden. Und wenn sich diese Meinung erstmal in Gang gesetzt hat, sind alle Vorabprognosen hinfällig. 2002, in Tallinn, hatte Marie N und ihr “I Wanna” niemand auf der Rechnung. Sie gewann als Außenseiterin. Auch Lena Meyer-Landrut war im Vorjahr nicht höchstgewettet.

Momentan ist die Tendenz klar gen Ungarn gerichtet. Deren Chanteuse Kati Wolf findet immer mehr Fürsprecher. Das deutet auf Budapest 2012 hin.


Quelle: Feddersen Blog auf eurovision.de


_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#297578 - 04/20/11 10:40 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Endspurt für die Bauarbeiter
Es sind nur noch wenige Tage, bis die ersten Delegationen in Düsseldorf eintreffen und die Proben für den Eurovision Song Contest 2011 beginnen. Während sich das Stadtbild täglich ändert und die Einwohner auf das große Ereignis hinfiebern - Plakate werden aufgestellt, Straßenbahnen fahren im ESC-Design durch die Stadt - arbeiten die Techniker in der Arena mit Hochdruck an der größten Unterhaltungsshow des Jahres.


Zuschauer sollen Teil der Show sein
Der Innenraum nimmt immer mehr Gestalt an, zwei riesige LED-Wände stehen hinter der Bühne. Daran, dass in der Arena noch bis vor Kurzem Fußball gespielt wurde, erinnert nichts mehr. Statt Fußballtore und Rasen steht jetzt eine große Bühne im Innenraum der Arena. "Die Bühne wird einen Durchmesser von 13 Metern haben", erklärt Thomas Schreiber, in der ARD verantwortlich für den ESC.
Beim Design wurde unter anderem darauf geachtet, dass die Bühne nicht überdimensioniert wirkt - "sonst wirken die Künstler auf der Bühne wie Ameisen", so Schreiber, und das wollte man verhindern. Die bislang größte Bühne bei einem ESC gab es 2009 in Moskau, dort hatte sie einen Durchmesser von 29 Metern.
Zum Konzept der Show gehört, die Zuschauer mit einzubeziehen. "Normalerweise verschwindet das Publikum bei solchen Shows im Hintergrund, beim ESC wird es zu erkennen sein", so Schreiber.

Internationales Interesse am ESC
Doch es wird nicht nur in der Halle gebaut, auch im Pressezentrum. Das ist in der Leichtathletikhalle untergebracht, die sich direkt neben der Arena befindet. "Wir erwarten bis zu 2.500 Journalisten, im Pressezentrum stellen wir 700 Arbeitsplätze zur Verfügung, davon sind 30 vollausgestattet mit Computern", erläuterte Till Kraft, für das Pressezentrum verantwortlich.
Das Interesse am ESC in Düsseldorf scheint in diesem Jahr auch besonders hoch zu sein. Das zeigt nicht nur die hohe Anzahl der akkreditierten Journalisten. Verschiedene Länder haben bereits Sondersendungen zum ESC angekündigt. So zeigt das französische Fernsehen, das den ESC in den vergangenen Jahren eher etwas stiefmütterlich behandelt hat, eine Countdown-Sendung am 14. Mai unmittelbar vor dem Finale, so wie in Deutschland seit Jahren die Reeperbahn-Sendung gezeigt wird.

Magdalena Tul weiht die ESC-Bühne ein
Während überall in der Halle aufgebaut wird, denken andere übrigens schon wieder an die Zeit nach dem Event: "Wir sind auch schon dabei, eine Logistik für den Abbau zu erstellen - das, was wir in drei Wochen aufgebaut haben, muss in fünf bis sieben Tagen raus sein", erklärt Dieter Thiessen, technischer Leiter des ESC. Doch zunächst ist der 1. Mai die nächste große Etappe: Dann steht um 10.00 Uhr Magdalena Tul auf der Düsseldorfer ESC-Bühne und eröffnet den Probenmarathon.

Quelle: eurovision.de


_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#297580 - 04/20/11 10:44 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599


An der Stelle der Querverweis auf das ESC-Gewinnspiel, hier bei tippen4you.at. Ihr müsst etwas Zeit dafür mitbringen. Zu gewinnen gibt es eine 50, 25 und 10 Euro Paysafecard.

ESC2011-Gewinnspiel bei tippen4you.at


bier

_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#298204 - 04/23/11 02:54 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Anstoss Offline
Wettspezi

Registriert: 12/09/07
Beiträge: 1660
Ort: Hannover
Habe bei betfair letzte Woche auch auf die Türkei als Sieger gesetzt. Quote 80 gab es dafür. Im Moment ist die aktuelle Quote leider niederiger, wenn sie nochmal in diese Höhen kommt, dann werde ich noch nachsetzen!

nach oben
#298588 - 04/26/11 04:00 PM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Anstoss]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

Gewinnen? Nur Ungern!

Die ersten Delegationen packen bereits ihre Koffer. Polen, Norwegen, Albanien und die Türkei: Sie fahren bald zur ersten Probe in die Düsseldorf Arena. Sie oder die anderen 39 Länder werden unterschiedlich realistisch über ihre jeweiligen Gewinnchancen sprechen – je nach Grad des Vertrauens. Würde ein Reporter zu ihnen sagen: “Ich zitiere Sie auch nicht!”, bekäme er vermutlich drastische Wahrheiten zu hören. Die wichtigste wäre: Nein, gewinnen wollen wir nicht. Das ist zwar gegen die Spielregeln, denn einen Wettkampf beginnt man nicht, weil man unter ferner sangen abschneiden möchte.

Aber auch der ein oder andere TV-Hierarch würde sicher sagen: Nein, das schaffen wir nicht, das liegt nicht in unseren Möglichkeiten; zumal mit Blick auf die imponierende ESC-Stadt Düsseldorf, auf die Arena und die offenkundig jetzt schon perfekte Organisation.

Voriges Jahr in Norwegen, beim vipsten Empfang aller V.I.P.-Empfänge, konnte man eine solche Umfrage machen – und eben dieses Resultat erzielen, das allerdings nicht persönlich zitierfähig sein soll: Wir haben nicht das Geld, um einen ESC auszurichten, wir haben nicht die entsprechende Halle, wir haben nicht das Publikum, das uns binnen Stunden alle Tickets abkauft.

Das ist, so gesehen, die kleine Flunkerei, die auch diesem ESC inne wohnt: Zwar verpflichten sich mit der Teilnahme alle Länder, im Falle des Sieges im Folgejahr das Finale auszurichten. Das war schon immer so, außer 1957, als Frankfurt am Main gastgebende Stadt war, weil sich damals noch die beteiligten Sender melden konnten – und der Hessische Rundfunk sich so freundlich zeigte. Aber organisatorische wie finanzielle Erschöpftheit gab es zuletzt vor sehr vielen Jahren: nach dem Sieg von Séverine in Dublin 1971 sah sich Monaco nicht in der Lage, den Grand Prix im Folgejahr auszurichten (die BBC sprang ein und Edinburgh wurde der Austragungsort); 1980 verzichtete Israel auf die Gastgeberrolle – aber seither läuft alles nach Plan.

Dass die Ukraine Gastgeber sein konnte, dass Russland dies ebenfalls tat, lag am jeweiligen Prestige, welches diese Länder dem Event beimaßen und entsprechende Subventionsbeträge einfließen ließen. Estland und Lettland waren sich, zumal im damals noch kleineren Maßstab, sicher, die Chose wuppen zu können. Aber Moldau? Oder San Marino, Mazedonien (FYR), Litauen, Portugal, Island - das sind doch höchst klamme Länder, obendrein in Zeiten der Finanzkrise.

Ich bin gespannt, ob es zu diesem Punkt in der European Broadcasting Union (EBU) ein Treffen gibt mit der Frage: Soll die EBU stärker in die ökonomische Verantwortung genommen werden, wenn kleine oder finanziell schwache Länder gewinnen? Oder sollte man den Modus ändern? Veranstalter müssen sich bewerben – Länder als Veranstaltende sind nicht mehr automatisch in der Pflicht? Ich plädiere für Letzteres. Das wäre wie beim Fußball: Nicht ein Titelverteidiger muss die nächste Endrunde austragen, sondern ein Land, das sich bewirbt. So wie Düsseldorf in der deutschlandinternen Konkurrenz um die Herbergsstadt des ESC. Würde das vielen Ländern nicht viel Druck nehmen?

Quelle: Feddersens Blog auf eurovision.de



_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
#298881 - 04/28/11 09:45 AM Re: Eurovision Song Contest 2011 [Re: Headbanger]
Headbanger Offline
Mr. Eurovision
Wettspezi

Registriert: 12/12/07
Beiträge: 1599

"Der ESC ist wie ein Sportereignis"
Der Eurovision Song Contest wirft im ganzen Land seine Schatten voraus - so auch in Frankfurt am Main. Dort findet derzeit in der Stadtbibliothek eine Austellung zum ESC statt. "Wenn nicht in diesem Jahr, wann sonst", erklärte die Leiterin der Bibliothek, Dr. Sabine Homilius. Zur Eröffnung hatte sie Jan Feddersen eingeladen. Der ESC-Experte, der auch auf eurovision.de einen Blog betreibt, hat bereits mehrere Bücher zu dem Thema geschrieben. Aus seinem jüngsten, "Wunder gibt es immer wieder", las er Auszüge, bevor in einer Diskussionsrunde mit weiteren Gästen das Thema Grand Prix weiter vertieft wurde.


Diskutierten über den ESC: Jan Feddersen, Dr. Michael Sonneck, Torsten Amarell und Tim Frühling (v.l.)

"Das Geheimnis des Eurovision Song Contest ist: Er gleicht einem großen Sportereignis - keiner weiß, wie es endet", so Feddersen. Wer siegen will, müsse einen Moment der Magie schaffen. "Darin gleichen sich alle Sieger: Lys Assia, Abba, Lordi und Lena", so der Buchautor und Journalist.

Bunte Runde zum Thema ESC
Die Diskussionsrunde wurde von Bernd Ochs moderiert. Er ist der Initiator der Ausstellung und Verwaltungsleiter der Bücherei - und er ist seit vielen Jahren ESC-Fan. An der Runde nahmen auch Torsten Amarell, Leiter der diesjährigen ESC-Delegation des NDR, und Tim Frühling vom Hessischen Rundfunk teil. Frühling hatte 2009 in Vertretung von Peter Urban den deutschen Fernsehkommentar gesprochen. Auch Michael Sonneck, Vorsitzender eines Fanclubs, sowie Ingrid Krüger, Regieassistentin beim Grand Prix 1983 in München, und Siegfried Doppler, Mitglied der deutschen Jury 1980 und 1982, waren dabei.

So bunt und unterschiedlich wie der Eurovision Song Contest in seinen Facetten ist, so unterschiedlich waren auch die Talkgäste, die alle einen anderen Bezugspunkt zum Grand Prix haben. Siegfried Doppler erzählte, wie das Juryvoting vor 30 Jahren ablief: "Man kam am Samstag ins Studio in Unterföhring und hat dann zum ersten Mal die Generalprobe gehört", erinnerte sich Doppler. Anschließend habe es die Chance gegeben, die Songs ein zweites Mal zu hören. Die Punkte wurden dann am Abend während der Liveshow verteilt.

Thema war natürlich auch der ESC in diesem Jahr. Besonders Sonneck, der den ECG-Fanclub seit Jahren leitet, freut sich besonders über den Austragungsort Düsseldorf - er wohnt nämlich dort. Die Fans werden in den ersten beiden Maiwochen auch ein umfangreiches Programm auf die Beine stellen: Es wird einen Fandesk in der Arena geben, außerdem finden in der Stadt am Abend Fanpartys statt.

ESC-Austellung
Die Austellung zum ESC in der Stadtbücherei Frankfurt läuft noch bis zum 14. Mai. Die Öffnungszeiten: Montag - Freitag 11.00 - 19.00 Uhr, Samstag 11.00-16.00 Uhr.
Stadtbücherei Frankfurt, Hasengasse 4

Exponate aus der ESC-Geschichte
Zum Abschluss des Abends konnten sich die Besucher die Ausstellung anschauen. Bernd Ochs hat dazu viele Bilder aus der Geschichte des Wettbewerbs zusammengetragen, aber auch einige besondere Exponate wie den roten Handschuh, den Wind-Sängerin Petra Scheeser 1985 bei ihrem Auftritt trug.


Quelle: eurovision.de


_________________________
"Ich erinnere mich genau daran, was ich dachte, als ich ihn zum ersten Mal auf dem Platz sah: Keine Vorhand. Keine Rückhand. Kein Volley. Schwacher Aufschlag. Ich bemerkte aber noch etwas anderes:Er gewinnt." Gilberts erster Trainer Tom Livingston.

nach oben
Page 3 of 9 < 1 2 3 4 5 6 7 8 9 >


Moderator:  toubi 
Bookie-Tip /Livewetten
Sportwetten mit Sportingbet!
Bookie-News
bet365
von Messias1992
Heute um 06:37 PM
Unibet
von ZeuSinatoR
Heute um 06:17 PM
Betsson
von ZeuSinatoR
05/20/12 11:08 AM
Partner:
Bet3000 Bonus
Wer ist Online
57 eingetragene (Schorschi, Philo, trabtrab, pippoBVB, KEC2012, caro, Vallandir, Dernbi, Nils93, Tuerkei Experte, TINYCITIES, Evil_skunk, Bross, breksn, timmikater, Humandus, Lucki88, kevin1983, Unicorn, andre, Danielano, RajonRondo, ZeuSinatoR, skippy62, bouba, ShadoX, Toenizz, harrynaldo, huelse, grottenoli, bottle, bolo47, Heuschrecke, Tippkoenig, Harvey, horzengnolm, colle, ozzy, Enjax, Barney123, celtic1888, Lottoking38, Bamm Bamm, mannikr, Maddin, schaschlik02, Schlaumeier, 10 unsichtbar), 272 Gäste und 16 Spiders online.
Key: Admin, Global Mod, Mod
Box 9
Top Schreiber
Karl Ranseier 32669
Frei3ier 21769
Hermann 15880
maxpower 11811
toubi 11572
BlueDevil 9132
Henry 8083
trabtrab 7820
Pepsi 7618
Mummi 6406
Fohle4Jever 5888
Mainzer105 5647
stat1 5465
Spork1 5242
spencer 4849
Tuerkei Experte 4751

SuchmaschinenmarketingSuchmaschinenoptimierung